Fattoush ist ein frischer, knackiger Brotsalat aus dem Libanon und gehört zu den absoluten Aushängeschildern der levantinischen Küche. Seine weltweite Beliebtheit verdankt er dem perfekten Zusammenspiel aus knackigem Gemüse, frischen Kräutern, knusprig geröstetem Fladenbrot und einem pikanten Dressing.
Ein intensiv-fruchtiges Knoblauch-Zitronen-Dressing verleiht dem Salat seine charakteristische Frische und eine wunderbare aromatische Tiefe.
Was ist Fattoush?
Fattoush ist ein traditioneller arabischer Salat, der im Wesentlichen aus erntefrischem Gemüse, feinen Kräutern und knusprigen Fladenbrotstücken besteht. Das Spiel mit Texturen – der krosse Biss des Brotes kombiniert mit dem knackigen Gemüse – macht dieses Gericht so einzigartig.
Das Dressing basiert klassischerweise auf feinstem Olivenöl, frischem Zitronensaft, geriebenem Knoblauch und dem unverzichtbaren orientalischen Gewürz Sumach.
Was ist Sumach und wie schmeckt es?
Sumach ist ein traditionelles Gewürz, das in der arabischen, türkischen und persischen Küche täglich zum Einsatz kommt. Gewonnen aus den getrockneten, verriebenen Beeren des Essigbaums (Sumachstrauch), begeistert es durch sein fruchtig-säuerliches Profil.
In Gerichten wie Fattoush sorgt Sumach für eine spritzige, zitrusähnliche Note, die den Geschmack der frischen Kräuter ideal hebt.
Geschmacksprofil von Sumach:
- Zitronig-fruchtig
- Angenehm säuerlich
- Leicht herb im Abgang
- Mild-erdige Nuancen
Dazu passt Sumach hervorragend:
- Knackige Sommer-Salate
- Cremiger Hummus & Baba Ghanoush
- Gegrilltes Fleisch & Fisch
- Erfrischende Joghurt-Dips
- Orient-Reisgerichte & Ofengemüse
Tipp: Solltest du keinen Sumach im Gewürzregal haben, kannst du ihn notfalls durch etwas mehr Zitronensaft und einen Hauch Zitronenabrieb ersetzen. Das volle, vielschichtige Aroma von echtem Sumach erreichst du jedoch am besten mit dem Original aus dem orientalischen Supermarkt.
Herkunft & Tradition
Fattoush stammt ursprünglich aus dem Libanon, ist aber heute in der gesamten Levante-Region – von Syrien über Jordanien bis Palästina – fest in der Alltagskultur verankert.
Wie so viele Geniestreiche der traditionellen Küche entstand der Salat ursprünglich aus der cleveren Verwertung von Vortagsbrot: Altbackenes Fladenbrot wurde geröstet oder frittiert und mit erntefrischem Gemüse aus dem Garten gemischt.
Was bedeutet das Wort „Fattoush“?
Der Name leitet sich vom arabischen Verb „fatt“ ab, was übersetzt „zerbrechen“ oder „in Stücke reißen“ bedeutet. Es nimmt direkt Bezug auf das zerrissene Fladenbrot, das dem Brotsalat seine Struktur verleiht.
Zutaten für das Original Fattoush Rezept
Für den Salat
- 2 reife Strauchtomaten
- 1 Knackige Minigurke (oder 1/2 Schlangengurke)
- 1 Herz Romana-Salat
- 1 rote Zwiebel
- 1 Bund glatte Petersilie
- 1 Bund frische Minze
- 2 kleine arabische Fladenbrote (Pita)
- Etwas Olivenöl zum Anrösten des Brotes
Für das Knoblauch-Zitronen-Dressing
- 2 frische Knoblauchzehen
- Saft von 2 frisch gepressten Zitronen
- 4 EL kaltgepresstes Olivenöl
- 1 gehäufter TL Sumach
- Meersalz & frisch gemahlener Pfeffer
Schritt-für-Schritt-Zubereitung
- Fladenbrot rösten: Das Fladenbrot in mundgerechte Stücke zerreißen oder schneiden. In einer Pfanne mit etwas Olivenöl (oder im vorgeheizten Ofen bei 180 °C) ca. 5 bis 8 Minuten goldbraun und knusprig rösten. Bei Seite stellen.
- Gemüse vorbereiten: Tomaten und Gurke in feine Würfel schneiden. Den Romana-Salat waschen, trockenschleudern und in streifen schneiden. Die Zwiebel schälen und in hauchfeine Streifen schneiden.
- Kräuter verfeinern: Petersilie und Minze blättchenweise abzupfen und grob hacken.
- Dressing anrühren: Die Knoblauchzehen fein reiben oder pressen. Mit Zitronensaft, Olivenöl, Sumach und Salz zu einer emulgierten Sauce verrühren.
- Mischen & Servieren: Gemüse und Kräuter in einer Schüssel vermengen. Das Dressing darübergießen und gründlich durchheben. Ganz zum Schluss die knusprigen Brotstücke unterheben und sofort servieren.
Geheimtipps für den perfekten Fattoush
- Brot-Timing: Mische das geröstete Brot erst sekundengenau vor dem Servieren unter, damit es seine wunderbare Knusprigkeit behält.
- Kräuter-Fülle: Sei großzügig mit Minze und Petersilie – sie sind im Fattoush nicht nur Deko, sondern vollwertige Salat-Zutaten.
- Knoblauch-Kick: Nutze frischen Knoblauch für eine feine, nicht zu scharfe Würze im Dressing.
Wozu passt der libanesische Brotsalat?
Fattoush ist der perfekte Allrounder für eine orientalische Tafel (Meze) und harmoniert ideal mit:
- Krossen Falafeln und Halloumi vom Grill
- Cremigem Hummus und Baba Ghanoush
- Würziger marokkanischer Chermoula-Marinade für Fleisch oder Fisch
- Aromatischen Auberginen-Dips wie Zaalouk
Du hast Lust auf mehr frische Würzideen? Entdecke spannende Gerichte aus aller Welt in unserer Rezeptsammlung: Rezepte mit frischem Knoblauch.
Fazit
Fattoush bringt die geballte Frische des Ostmediterranen Raums auf den Teller. Die perfekte Kombination aus spritzigem Knoblauch-Zitronen-Dressing, krossem Brot und kräuterfrischem Gemüse macht diesen Salat zu einem unangefochtenen Sommer-Favoriten.
Probiere das Rezept direkt aus – am besten mit unserem mild-aromatischen violetten Knoblauch!

Häufige Fragen zu Fattoush (FAQ)
Was unterscheidet Fattoush von Taboulé?
Während Taboulé ein Kräutersalat ist, bei dem glatte Petersilie und Bulgur dominieren, ist Fattoush ein Brotsalat mit gemischtem Blattsalat, Gurken, Tomaten und krossen Fladenbrot-Stücken.
Wie bleibt das Brot im Fattoush knusprig?
Gib die gerösteten Brotstücke erst ganz zum Schluss kurz vor dem Servieren auf den Salat oder serviere sie in einer separaten Schale zum Bestreuen.
Kann man Fattoush am nächsten Tag noch essen?
Gemüse und Dressing schmecken auch durchgezogen wunderbar. Allerdings verliert das Brot seine Knusprigkeit. Tipp: Bewahre das geröstete Brot getrennt auf und gib es erst vor dem Verzehr frisch dazu.
Welches Olivenöl eignet sich am besten?
Verwende für das Dressing ein hochwertiges, kaltgepresstes nativ extra Olivenöl mit leicht fruchtiger Note.