Empanadas gehören zu den beliebtesten gefüllten Teigtaschen weltweit. Ob auf einem Streetfood-Markt, zu Hause oder auf einem Fest – sie sind praktisch, vielseitig und lecker. Ursprünglich aus Spanien stammend, haben Empanadas ihren Weg nach Lateinamerika gefunden und sich dort regional stark weiterentwickelt. In diesem Beitrag erfährst du alles über die Herkunft, Varianten in verschiedenen Ländern und ein modernes Rezept mit schwarzem Knoblauch und roter Paprika.
Was sind Empanadas? Bedeutung und Ursprung der gefüllten Teigtaschen
Der Name „Empanada“ leitet sich vom spanischen Verb empanar ab, was so viel bedeutet wie „in Teig hüllen“. Im Kern beschreibt er exakt, worum es geht: Eine Füllung wird von Teig umschlossen und gebacken oder frittiert. Die frühesten Aufzeichnungen stammen aus Spanien, insbesondere aus Galicien, und reichen bis ins Mittelalter zurück. Pilger auf dem Jakobsweg trugen gefüllte Teigtaschen mit sich, da sie praktisch, haltbar und nahrhaft waren.
Herkunft der Empanadas: Von Spanien nach Lateinamerika
Mit der Kolonialisierung Spaniens gelangten Empanadas nach Lateinamerika. Dort passte man sie an lokale Zutaten, Gewürze und Essgewohnheiten an. Aus den ursprünglichen galicischen Teigtaschen entstanden regionale Varianten, die sich in Teigart, Füllung und Größe unterscheiden. So entwickelte sich Empanada zu einem kulinarischen Ausdruck von Regionalität und Tradition.
Empanadas weltweit: Typische Varianten in verschiedenen Ländern
Argentinische Empanadas: Regionale Spezialitäten und Traditionen
In Argentinien sind Empanadas meist handgroß und halbmondförmig. Sie werden entweder im Ofen gebacken (Empanadas de horno) oder frittiert (Empanadas fritas). Typische Füllungen sind:
- Rindfleisch (Empanada de carne)
- Huhn (Empanada de pollo)
- Schinken und Käse
- Thunfisch, Spinat oder Mais
Jede Provinz hat ihre eigene Variante – Tucumán, Córdoba oder Buenos Aires sind besonders bekannt. Ein Highlight ist das nationale Empanada-Festival in Tucumán, bei dem die besten Bäcker ausgezeichnet werden.
Bolivien: Saftige Salteñas
In Bolivien sind Salteñas populär – saftige Empanadas mit charakteristisch gefaltetem Rand. Sie enthalten Fleisch, Gemüse und eine leicht suppige Füllung. Der Name deutet auf die Stadt Salta in Argentinien hin, ist aber mittlerweile eigenständig.
Brasilien: Empadas, Empadinhas & Pastéis
In Brasilien heißen gefüllte Teigtaschen „Empadas“ oder „Empadinha“ (klein). Frittierte Varianten nennt man „Pastel“. Typische Füllungen sind Huhn, Palmherzen oder Garnelen. Die brasilianische Variante zeigt deutlich, wie regionale Zutaten das Grundrezept verändern können.
Chile: Empanadas de horno & fritas
Chilenische Empanadas werden entweder gebacken oder frittiert. Besonders bekannt ist die „Empanada de pino“ mit Hackfleisch, Zwiebeln, gekochtem Ei, Rosinen und Olive. Daneben gibt es Varianten mit Meeresfrüchten oder Käse, und die „Empanadas mil hojas“ aus Blätterteig.
Karibik: Pastelillos & Maniok-Teig
In Puerto Rico heißen Empanadas „Pastelillos“. Sie können mit Hackfleisch, Huhn oder süßen Füllungen wie Guave gefüllt sein. Auf Kuba und in der Dominikanischen Republik werden neben Weizenmehl auch Maniokmehl-Teige verwendet, die eine andere Textur bieten.
Kolumbien: Empanadas zum Kaffee
Kolumbianische Empanadas werden meist frittiert und aus Mais- oder Weizenmehl hergestellt. Füllungen enthalten oft Hackfleisch, Reis, Erbsen und Gewürze wie Kreuzkümmel. Die „Empanada de harina pastusa“ wird nach dem Frittieren sogar leicht gezuckert – eine salzig-süße Spezialität.
Mexiko: Süß und herzhaft
Mexikanische Empanadas gibt es sowohl herzhaft (Huhn, Rind) als auch süß (Ananas, Erdbeere). In bestimmten Regionen gibt es sogar einen Feiertag, den „Día de la Empanada“, an dem Empanadas gefeiert und verzehrt werden.
Panama: Picadillo & klassische Patties
Empanadas in Panama werden auch „Patties“ genannt. Die klassische Füllung „Picadillo“ enthält Hackfleisch, Rosinen, Kapern, Gewürze und optional Ei – eine Mischung aus süß und herzhaft.
Philippinen: Spanischer Ursprung, asiatische Einflüsse
Auf den Philippinen werden Empanadas aus Weizen- oder Reismehl hergestellt. Füllungen enthalten Hackfleisch, Rosinen, Sojasauce oder Gemüse wie grüne Papaya, Kürbis und Mungobohnensprossen. Gebacken oder frittiert – beide Varianten sind üblich.
Spanien: Galicische Empanadas
In Galicien werden große Hefeteig-Empanadas gebacken, gefüllt mit Paprika, Zwiebeln, Tomaten und wahlweise Thunfisch, Fisch oder Fleisch. Kleinere Versionen heißen „Empanadillas“. Die Tradition reicht bis ins 12. Jahrhundert zurück, Pilger auf dem Jakobsweg aßen diese Teigtaschen bereits.
Balearen: Panades & Formatjades
Auf den Balearen gehören Panades zu Ostern. Der Teig enthält oft Schweineschmalz, die Füllung Lamm, Fisch oder Erbsen. Auf Menorca sind Formatjades beliebt – meist mit Käse gefüllt.
Venezuela: Fisch-Varianten
In Venezuela werden Empanadas häufiger mit Fisch, insbesondere Thunfisch, gefüllt. Maisteig ist hier üblich, was eine andere Konsistenz als Weizenmehl ergibt.
Empanadas backen oder frittieren – Welche Methode ist besser?
- Gebacken: leichter, knusprig, ideal für größere Mengen.
- Frittiert: intensiver Geschmack, besonders knusprig, klassisch für Streetfood.
Empanadas Rezept mit schwarzem Knoblauch
Schwarzer Knoblauch bringt eine milde, süßliche Tiefe. In Kombination mit Thunfisch, Frischkäse und roter Paprika entsteht eine cremige, aromatische Füllung, die frisch und würzig zugleich ist.
Zutaten
Teig
- 400 g Mehl
- 1 TL Salz
- 120 g weiche Butter
- ca. 180 ml lauwarmes Wasser
Füllung
- 2 Dosen Thunfisch (im eigenen Saft), abgetropft
- 1 kleine rote Paprika, fein gewürfelt
- 6–8 Zehen schwarzer Knoblauch, gehackt
- 150 g Frischkäse
- Salz & Pfeffer
- Optional: rote Zwiebel
Bestreichen
- 2–3 EL Milch, Sahne oder Olivenöl
Zubereitung
- Mehl und Salz mischen, Butter und Wasser zugeben, glatten Teig kneten, 30 Min. ruhen lassen.
- Paprika fein würfeln (optional kurz anschwitzen).
- Thunfisch zerpflücken, Knoblauch, Paprika und Frischkäse unterheben, mit Salz & Pfeffer abschmecken.
- Teig ausrollen, Kreise ausstechen, Füllung einlegen, zu Halbmonden schließen, Ränder festdrücken.
- Mit Milch oder Olivenöl bestreichen und bei 200 °C ca. 22–25 Min. goldbraun backen.
Warum schwarzer Knoblauch ideal für Empanadas ist
Durch Fermentation wird Knoblauch mild, leicht süßlich und tiefwürzig. Er ergänzt die cremige Füllung perfekt, ohne zu dominieren.
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Fazit: Warum Empanadas weltweit so beliebt sind
Empanadas verbinden Kulturen, Regionen und Generationen. Sie sind praktisch, vielseitig und wandelbar. Ob traditionell oder modern interpretiert – wie mit schwarzem Knoblauch und roter Paprika – sie bleiben aromatisch, cremig und ein Genuss für jede Gelegenheit.

Empanadas FAQ – Die wichtigsten Fragen einfach erklärt
Woher stammen Empanadas ursprünglich?
Die Wurzeln liegen in Spanien, besonders in Galicien. Von dort verbreiteten sie sich nach Lateinamerika.
Werden Empanadas gebacken oder frittiert?
Beides ist traditionell. Je nach Region wird die bevorzugte Methode gewählt.
Kann man Empanadas einfrieren?
Ja, sowohl ungebacken als auch gebacken lassen sie sich gut einfrieren.
Kann man Empanadas ohne Ei zubereiten?
Ja. Dieses Rezept kommt komplett ohne Ei aus.
Welche Füllungen sind typisch?
Hackfleisch, Huhn, Thunfisch, Käse, Mais, Spinat oder süße Obstvarianten.