Focaccia ist mehr als nur ein Brot. Sie steht für einfache Zutaten, ehrlichen Geschmack und diese besondere Art zu essen, bei der alles ein bisschen entspannter ist. Außen leicht knusprig, innen weich und luftig – und dazu der Duft von Olivenöl und Kräutern.
In diesem Beitrag bekommst du alles: die Herkunft der Focaccia, eine besondere Variante mit schwarzem Knoblauch, das komplette Rezept und am Ende hilfreiche FAQs.
Die Herkunft der Focaccia
Die Ursprünge der Focaccia liegen in Ligurien, genauer gesagt rund um Genua. Dort gehört sie bis heute fest zur Esskultur und wird oft ganz schlicht mit Olivenöl und Salz gegessen – manchmal sogar zum Frühstück.
Der Name leitet sich vom lateinischen focus ab, was „Herd“ oder „Feuerstelle“ bedeutet. Früher wurde das Brot direkt auf heißen Steinen gebacken.
Schon die Etrusker und später die Römer kannten einfache Fladenbrote aus Mehl, Wasser und Öl. Daraus entwickelte sich über die Jahrhunderte die Focaccia, wie wir sie heute kennen.
Heute gibt es viele regionale Varianten, zum Beispiel aus Apulien mit Tomaten oder Kartoffeln.
Warum gutes Olivenöl bei Focaccia so wichtig ist
Olivenöl ist bei Focaccia nicht nur eine Zutat – es ist ein zentraler Geschmacksträger. Gerade bei einem so einfachen Teig entscheidet die Qualität des Öls oft darüber, ob das Ergebnis wirklich besonders wird.
Ein hochwertiges Olivenöl extra vergine bringt fruchtige Noten, leichte Schärfe und Tiefe in den Geschmack. Es verbindet den Teig mit dem Belag, sorgt für Saftigkeit und verhindert, dass die Oberfläche trocken wird.
Beim Backen sorgt Olivenöl dafür, dass die Focaccia außen leicht knusprig wird, während sie innen weich und luftig bleibt. In den Mulden sammelt sich das Öl und trägt Aromen wie Kräuter und schwarze Zwiebel direkt in den Teig.
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Was macht schwarzen Knoblauch so besonders?
Der schwarze Knoblauch entsteht durch einen natürlichen Reifeprozess. Dabei verändert sich sein Geschmack deutlich:
- milder als frischer Knoblauch
- leicht süßlich
- balsamische Noten
Seine weiche, fast cremige Struktur macht ihn ideal für Focaccia.
Rezept: Focaccia mit schwarzem Knoblauch
Zutaten für den Teig
- 300 g Weizenmehl (Typ 550 oder italienisches Mehl)
- 180 ml lauwarmes Wasser
- 1 TL feines Salz
- 1/4 TL Zucker
- 15 g frische Hefe (oder 5 g Trockenhefe)
- 2 EL Olivenöl extra vergine
- 1/2 TL Rosmarin (getrocknet)
- 5 Zehen schwarzer Knoblauch fein gehackt
Zutaten für den Belag
- 1 Knolle schwarzer Knoblauch
- 1/2 rote Paprika
- Cherrytomaten
- 3 EL Olivenöl extra vergine
- grobes Salz
- Rosmarin
- Oregano
Zubereitung
- Die Hefe im lauwarmen Wasser auflösen und kurz stehen lassen. Danach nach und nach das Mehl einrühren, bis ein glatter Teig entsteht.
- Den Teig auf eine Arbeitsfläche geben und mit Rosmarin und schwarzem Knoblauch kneten, bis er elastisch wird. Das Salz erst später einarbeiten.
- Nach 30 Minuten Ruhezeit den Teig erneut bearbeiten, salzen, in eine geölte Form geben und etwa 1 Stunde gehen lassen.
- Anschließend mit geölten Fingern Mulden eindrücken und mit Paprika, schwarzem Knoblauch und Tomaten belegen.
- Mit Olivenöl beträufeln, Salz und Kräuter darüber geben und bei 200 °C ca. 30–40 Minuten goldbraun backen.
Servieren & genießen
- als Snack mit Olivenöl
- als Beilage zum Grillen
- als Beilage zu Salaten oder Pasta
- als Sandwich mit Ziegenkäse, Rucola oder Schinken
- überbacken mit Pilzen und Käse
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FAQ – Alles rund um Focaccia
Was ist der Unterschied zwischen Focaccia und Pizza?
Focaccia ist dicker, luftiger und stärker mit Olivenöl gearbeitet. Pizza ist flacher und klassisch belegt.
Warum hat Focaccia Mulden?
Damit Öl und Aromen besser in den Teig einziehen und die typische Struktur entsteht.
Wie lange hält sich Focaccia?
1–2 Tage gut verpackt, am besten frisch genießen.
Kann man Focaccia einfrieren?
Ja, in Stücken einfrieren und später kurz aufbacken.
Welches Mehl eignet sich?
Weizenmehl Typ 550 oder italienisches Mehl (Tipo 0 oder 00).
Warum wird sie nicht luftig?
Meist wegen zu kurzer Gehzeit oder falscher Hefeaktivierung.
Kann man Focaccia variieren?
Ja – mit Oliven, Tomaten, Käse, Kräutern oder schwarzer Zwiebel.
Warm oder kalt essen?
Beides möglich, warm besonders weich, kalt ideal zum Mitnehmen.
Als Sandwich geeignet?
Ja, perfekt durch die luftige Struktur und den intensiven Geschmack.